Zuerst klackert, dann quietscht es. Im Freiflug landet ein Eichhörnchen mit seinen scharfen Greifzehen auf dem Dachfenster. Wie in Zeitlupe rutscht es daran hinunter. Dann springt es flink davon. Von seinem Besuch zeugt nur eine feine Bremsspur.

Müde Augen blinzeln aus der Schlafkoje in die helle Lichtquelle. „Was war denn das?“ wundert sich der Junge. „Vielleicht ne Krähe…“, murmelt eine schwesterliche Stimme unter der Decke hervor.  „He, aufstehen! Linaaaaa!“. Unter der Decke rührt sich nichts. Dafür grummelt es in seinem Bauch wie ein morgenmuffeliges Eichhörnchen. Na gut. „Kriegst gleich was“.

Da kraxelt Lars barfuß im Pyjama herunter, schlüpft in die Jacke und klettert schnell über die Leiter aufs Krähennest. „Hungeeeeer!“ ruft Lars hoch über dem Baumhaus. Keine Antwort. Also nochmal: „Bringt ihr uns Früühstüüück?“ … „Bitte?“ Endlich gehen die Fensterläden auf, elterliche Hände winken freundlich. Gutes Zeichen.

Doch das Warten auf Frühstück zieht sich. Jetzt klingt das Grummeln im Bauch schon so, als hätte sich das Eichhörnchen hoffnungslos in einem Wollknäuel verheddert! Da schnappt sich der Junge ein Wald-Wimmelbuch und zählt in der Lesekoje Kobolde. Lenkt ab. Aber jetzt hält er es nicht mehr aus. Lars hangelt sich das Knotenseil hinunter und holt seine Eltern ab. Mit dampfenden Pfannkuchen, heißer Schokolade und einem zufriedenem Gesicht kehrt er über die Hängebrücke ins warme Innere zurück.

Klack, Klackerdiklack! Eine Nuss kullert das Dachfenster hinunter. Ein Gruß vom Eichhörnchen an seine neuen Nachbarn? Guten Appetit!