Am Ufer eines kleinen Teiches in Feldafing, unweit des Starnberger Sees, nistet ein Baumhaus zwischen zwei mächtigen Buchen. Es wuchs in zwei Etappen in die Höhe: Zuerst wurden die Plattformen auf 2,5 und 5 Metern gebaut, später das Haus wie ein Ei obendrauf gesetzt. In ihm verbringt ein Ehepaar – allein oder mit seinen Enkeln – gemeinsame Zeit. Wie wohl so ein Tag in einem Wipfelnest aussieht?
Morgens steigt feiner Nebel vom Teich auf, während die Enten ihre erste Runde drehen und oben im Schlafloft noch leise geschnarcht wird. Bald tapsen noch bettwarme Kinderfüße über den gedämmten Holzboden, spähen kleine Augen durchs Fenster ins Grüne und schmieden erste Pläne für den Tag.
Währenddessen kocht Opa Kakao auf der kleinen Herdplatte, Oma tischt Käsebrötchen auf und durchsucht die Bank-Schublade nach brauchbaren Spielen. Nach dem Frühstück sitzen alle auf der unteren Plattform, lassen Beine und Seele baumeln und beobachten die quirligen Kaulquappen im Wasser. Die Kinder geben ihnen Namen, als wären es alte Bekannte.
Es bleibt nicht lange ruhig. Wipfelfeste werden gefeiert, wie sie fallen. Während die Kinder toben, sich verkleiden und in Tiere, Heldenfiguren und Fantasiewesen verwandeln, tauchen die Großeltern wie das ruhige Auge des Wirbels in ihre eigenen Geschichten ein und erinnern sich an eine Kindheit, die so ganz anders war.
Projekt Details
| Höhe | auf 2,5 und 5 m Höhe |
| Details | komplett gedämmt, mit Elektrik, Schlafloft oben |


